Prof. Dr. Peter Riedesser

Mitglied des Beirats (gestorben am 19.9.08)

Kinder- und Jugendpsychiater, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

 

Peter Riedesser starb am 19. September 2008 an den Folgen einer aggressiven Krebserkrankung. Michael Schmidt-Salomon erinnerte in seinem Nachruf an einen großen Freigeist und Humanisten, der (nicht nur) der Giordano Bruno Stiftung wichtige Impulse gab: http://hpd.de/node/5330


geb. 1945, Studium der Medizin, Assistent in der Psychiatrischen- und Nervenklinik der Universität Freiburg i. Br. (Erwachsenenpsychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie)

ab 1979 Kinder- und Jugendpsychiater an der Universitäts-Kinderklinik Freiburg. Psychoanalytische Ausbildung am Psychoanalytischen Seminar Freiburg

Habilitation über »Psychische Gefährdungen und Erkrankungen von Kindern ausländischer Arbeitnehmer in der Bundesrepublik Deutschland«.

Seit 1984 in der IPPNW aktiv, Beteiligung an der Entwicklung von Versorgungseinrichtungen und Curricula für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in Middle East (Schwerpunkt Irak), im Südlichen Afrika und in Südost-Europa.

Seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Direktor der Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

Arbeitsschwerpunkte: Psychosomatische Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters, psychische Traumatisierung durch Krieg und Verfolgung. Arbeiten zur kritischen Aufarbeitung der Geschichte der Militärpsychologie und Militärpsychiatrie, zuletzt (mit Axel Verderber): »Maschinengewehre hinter der Front - Geschichte der deutschen Militärpsychiatrie«, 2004 (2. Auflage). Ko-Autor des Buches G. Fischer und P. Riedesser: »Lehrbuch der Psychotraumatologie«, Reinhardt-Verlag, München, 3. Aufl. 2003.

Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie und Mitglied der Deutschen und Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung.