Prof. Dr. Thomas Junker

Mitglied des Beirats

Biologiehistoriker/Evolutionsbiologe

1978-82 Studium der Pharmazie an der Universität Freiburg im Breisgau
1983 Approbation als Apotheker
1984-85 Promotionsstudium „Geschichte der Naturwissenschaften“ am Institut für Geschichte der Pharmazie der Universität Marburg
1985-89 Dissertation zum Thema „Über einige Botaniker des 19. Jahrhunderts in ihrem Verhältnis zum aufkommenden Darwinismus“ unter der Leitung von Professor Dr. Rudolf Schmitz
1989 Promotion zum Dr. rer. nat. an der Universität Marburg (Note: „sehr gut“)
1992-95 Assistant Editor, dann Associate Editor an der Correspondence of Charles Darwin in Cambridge (England)
1993-95 Feodor-Lynen-Stipendiat der Alexander-von-Humboldt-Stiftung am Department of the History of Science der Harvard University (Cambridge, Mass.) bei Ernst Mayr
1996-2002 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Ethik in den Biowissenschaften in der Fakultät für Biologie der Universität Tübingen (Leitung: Prof. Dr. Eve-Marie Engels)
1997-2001 Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Geschichte und Theorie der Biologie
2001 Habilitation, Verleihung der venia legendi für das Fach „Geschichte der Naturwissenschaften“ an der Fakultät für Biologie der Universität Tübingen
2002-03 Heyne-Haus-Fellowship und Lehrauftrag am Institut für Wissenschaftsgeschichte der Universität Göttingen (Leitung: Prof. Dr. Nicolaas Rupke)
2002- Stellvertretender Vorsitzender der AG Evolutionsbiologie im Verband deutscher Biologen (VdBiol)
2003- Privatdozent an der Fakultät für Biologie der Universität Tübingen
2006 (Sommersemester): Heyne-Haus-Gastprofessur am Institut für Wissenschaftsgeschichte der Universität Göttingen
2006- apl. Prof. an der Fakultät für Biologie der Universität Tübingen



Publikationen (Auswahl)

Bücher

Thomas Junker. Die Evolution des Menschen. Reihe Beck Wissen. München: C. H. Beck Verlag, 2006.
Thomas Junker. Geschichte der Biologie: Die Wissenschaft vom Leben. C. H. Beck Wissen. München: C. H. Beck Verlag, 2004. Ungarische Übersetzung: Thomas Junker. A biológia története: Az élet tudománya. Corvina Tudástár. Ungarische Übersetzung von Péter Mesés. Budapest: Corvina, 2007.
Thomas Junker. Die zweite Darwinsche Revolution. Geschichte des Synthetischen Darwinismus in Deutschland 1924 bis 1950. Acta Biohistorica, 8. Marburg: Basilisken-Presse, 2004.
Thomas Junker & Uwe Hoßfeld. Die Entdeckung der Evolution – Eine revolutionäre Theorie und ihre Geschichte. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2001. Russ. Übersetzung: Mit dem Vorwort von G. S. Levit, übersetzt von I. Y. Popov. St. Petersburg: Unipress Sankt Petersburg, 2007.]
Thomas Junker & Marsha Richmond (Herausgeber). Charles Darwins Briefwechsel mit deutschen Naturforschern. Ein Kalendarium mit Inhaltsangaben, biographischem Register und Bibliographie. Charles Darwin’s Correspondence with German Naturalists: A Calendar with Summaries, Biographical Register and Bibliography. Acta Biohistorica, I. Marburg: Basilisken-Presse, 1996.
Thomas Junker. Darwinismus und Botanik: Rezeption, Kritik und theoretische Alternativen im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Mit einem Geleitwort von Rudolf Schmitz. Quellen und Studien zur Geschichte der Pharmazie, Bd. 54. Stuttgart: Deutscher Apotheker Verlag, 1989.

Zeitschriftenartikel und Buchbeiträge

Thomas Junker. „Johann Friedrich Blumenbach, Stephen Jay Gould und die natürliche Einheit der Menschen.“ In Physische Anthropologie – Biologie des Menschen. Beiträge zur 14. Jahrestagung der DGGTB in Göttingen 2005. Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie, Bd. 13. Berlin: Verlag für Wissenschaft und Bildung, 2007, S. 17-28.
Thomas Junker. „Schöpfung gegen Evolution – und kein Ende? Kardinal Schönborns Intelligent-Design-Kampagne und die katholische Kirche.“ In Kreationismus in Deutschland. Fakten und Analysen. Hg. von Ulrich Kutschera. Naturwissenschaft und Glaube, Bd. 1. Münster: Lit-Verlag, 2007, S. 71-97.
Thomas Junker. „Der Darwinismus als internationales Netzwerk: Die 1930er und 1940er Jahre.“ In Netzwerke – Beiträge zur 13. Jahrestagung der DGGTB in Neuburg an der Donau 2004. Hg. von Michael Kaasch, Joachim Kaasch und Volker Wissemann. Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie, Bd. 12. Berlin: Verlag für Wissenschaft und Bildung, 2006, S. 19-33.
Thomas Junker. „Evolution und die Marmeladetheorie des Erdkerns,“ MIZ, Materialien und Informationen zur Zeit 33 (2004), No. 3, S. 10-13.
Thomas Junker. „Ornithology and the genesis of the Synthetic Theory of Evolution,” Avian Science 3, Nos 2 & 3 (2003): 65-73.
Thomas Junker. „Biologie und gesellschaftliche Reformprojekte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.“ In Tamás Meleghy & Heinz-Jürgen Niedenzu, Hgg. Soziale Evolution. Die Evolutionstheorie und die Sozialwissenschaften. Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Sonderband 7. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 2003, S. 316-30.
Uwe Hoßfeld & Thomas Junker. „Anthropologie und synthetischer Darwinismus im Dritten Reich: Die Evolution der Organismen (1943),“ Anthropologischer Anzeiger 61 (2003): 85-114.
Thomas Junker. „Ilse Jahns Geschichte der Biologie – von Goethe zu Humboldt.“ In Fokus Biologiegeschichte – Zum 80. Geburtstag der Biologiehistorikerin Ilse Jahn. Hg. von Jörg Schulz. Berlin: Akadras, 2002, S. 245-52.
Thomas Junker. „Darwinismus oder Synthetische Evolutionstheorie?“ In Die Entstehung biologischer Disziplinen II – Beiträge zur 10. Jahrestagung der DGGTB in Berlin 2001. Hg. von Uwe Hoßfeld und Thomas Junker. Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie, Bd. 9. Berlin: Verlag für Wissenschaft und Bildung, 2002, S. 209-30.
Thomas Junker & Uwe Hossfeld. „The Architects of the Evolutionary Synthesis in National Socialist Germany: Science and Politics,“ Biology and Philosophy 17 (2002): 223-49.
Thomas Junker. „Wandte sich Bernhard Rensch in den Jahren 1933-38 aus politischen Gründen vom Lamarckismus ab?“ In Darwinismus und/als Ideologie. Hg. von Uwe Hoßfeld und Rainer Brömer. Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie, Bd. 6. Berlin: Verlag für Wissenschaft und Bildung, 2001, S. 287-311.
Wolf Ernst Reif, Thomas Junker & Uwe Hoßfeld. „The Synthetic Theory of Evolution: General Problems and the German Contribution to the Synthesis,“ Theory in Biosciences 119 (2000): 41-91.
Thomas Junker. „Synthetische Theorie, Eugenik und NS-Biologie.“ In Evolutionsbiologie von Darwin bis heute. Hg. von Rainer Brömer, Uwe Hoßfeld und Nicolaas A. Rupke. Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie, Bd. 4. Berlin: Verlag für Wissenschaft und Bildung, 2000, S. 307-60.
Sabine Paul & Thomas Junker. „Evolutionäres Zufallsereignis: Eugenische Aspekte der Gentechnik – Lotterie der Natur oder genetische Selbstbestimmung,“ Freitag no. 49, 1. Dezember 2000, S. 11.
Sabine Paul & Thomas Junker. „Reproduktionsmedizin, Gentechnik und die Angst vor der Eugenik,“ Forum Sexualaufklärung und Familienplanung (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) (2000), no. 1/2: 35-41.
Thomas Junker & Sabine Paul. „Das Eugenik-Argument in der Diskussion um die Humangenetik: eine kritische Analyse.“ In Biologie und Ethik. Hg. von Eve-Marie Engels. Universal-Bibliothek, Nr. 9727. Stuttgart: Philipp Reclam jun., 1999, S. 161-93.
Thomas Junker. „Charles Darwin und die Evolutionstheorien des 19. Jahrhunderts.“ In Geschichte der Biologie. Hg. von Ilse Jahn. 3., neubearb. Auflage. Stuttgart/Jena: Gustav Fischer, 1998, S. 356-85, 703-09. Neudruck: Heidelberg/Berlin: Spektrum Akademischer Verlag, 2000.
Thomas Junker. „Critiques and Contentions: Blumenbach’s Racial Geometry,“ Isis 89 (1998): 498-501 Response: Stephen Jay Gould: „On Mental and Visual Geometry,“ Isis 89 (1998): 502-04.
Thomas Junker. „Eugenik, Synthetische Theorie und Ethik. Der Fall Timoféeff-Ressovsky im internationalen Kontext.“ In Ethik der Biowissenschaften: Geschichte und Theorie. Hg. von Eve-Marie Engels, Thomas Junker und Michael Weingarten. Verhandlungen zur Geschichte und Theorie der Biologie, Bd. 1. Berlin: Verlag für Wissenschaft und Bildung, 1998, S. 7-40.
Thomas Junker. „Factors Shaping Ernst Mayr’s Concepts in the History of Biology,“ Journal of the History of Biology 29 (1996): 29-77.
Thomas Junker. „Julius Schuster und das Berliner Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften (1930-1945). Eine vergessene Episode der Pharmaziegeschichtsschreibung,“ Geschichte der Pharmazie 48 (1996): 9-17.
Thomas Junker. „Kulturpessimismus und Genetik: Von Weimar zum Dritten Reich,“ Biologisches Zentralblatt 115 (1996): 145-52.
Thomas Junker. „Darwinismus, Materialismus und die Revolution von 1848 in Deutschland. Zur Interaktion von Politik und Wissenschaft,“ History and Philosophy of the Life Sciences 17 (1995): 271-302. Rezension: „Weder Betschemel noch Vorratskammer. Die Naturauffassung der Revolutionäre von 1848,“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. September 1998, S. N 5 (Christoph Kockerbeck.).
Thomas Junker. „Zur Rezeption der Darwinschen Theorien bei deutschen Botanikern (1859-1880).“ In Die Rezeption von Evolutionstheorien im 19. Jahrhundert. Hg. von Eve-Marie Engels. Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft, Nr. 1229. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1995, S. 147-81.
Thomas Junker & Hannelore Landsberg. „Die zwei Tode eines Naturforschers. Der Weg Julius Schusters (1886-1949) von der Botanik zur Biologiegeschichte,“ Medizinhistorisches Journal 29 (1994): 149-70.
Thomas Junker. „Albert Wigands Genealogie der Urzellen und die Darwinsche Revolution,“ Biologisches Zentralblatt 112 (1993): 207-14.
Thomas Junker. „Der Erfolg des Darwinismus in Deutschland: Eine Folge der mißglückten Revolution von 1848?“ Nachrichtenblatt der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik 43 (1993): 69.
Thomas Junker. „Heinrich Georg Bronn und die Entstehung der Arten,“ Sudhoffs Archiv 75 (1991): 180-208.