Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf

Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats

Jurist, Rechtsphilosoph

• Studium der Philosophie, Neueren Geschichte und Rechtswissenschaft in Tübingen. Abschluss der Fächer Philosophie und Geschichte mit einer Magisterarbeit zur "Entwicklungsgeschichte der parlamentarischen Redefreiheit in Deutschland".
•Promotion zum Doktor der Philosophie mit einer Arbeit über "Argumentation in der Jurisprudenz"
• Juristische Promotion mit einer Untersuchung über die "Strafrechtliche Produzentenhaftung in der Risikogesellschaft". Die Arbeit wurde mit dem Preis der Reinhold und Maria-Teufel-Stiftung ausgezeichnet.
• 1996 Habilitation für die Fächer Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie mit der Publikation "Zur Abgrenzung von Tatsachenaussagen und Werturteilen im Strafrecht".
• Seit Sommersemester 1997 Professor für Strafrecht und Nebengebiete in Konstanz. Ab Wintersemester 1998/99 Prodekan und Studiendekan, ab Wintersemester 1999/2000 Dekan in Konstanz. Seit Sommersemester 2001 Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozeßrecht, Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Universität Würzburg.
• 1993 - 1999 Betreuung des Literaturberichts im Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie (ARSP). Mitglied in der Strafrechtslehrervereinigung, der Gesellschaft für Analytische Philosophie, der Deutsch-Amerikanischen Juristenvereinigung, des Arbeitskreises Juristische Zeitgeschichte, sowie der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie.
Sprecher des Fachrates Jura der virtuellen Hochschule Bayern (vhb). Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes.
• Arbeitsschwerpunkte: Medienstrafrecht, insbesondere Computerstrafrecht;
Strafrechtlicher Ehrenschutz; Medizin- und Biostrafrecht; Europäisches Strafrecht; Geschichte des Rechts und Rechtsphilosophie. Weitere Publikationen beschäftigen sich mit dem strafrechtlichen Lebensschutz, dem Werturteilsproblem, Fragen der Kausalität und anderen Grundlagenproblemen.


Buchveröffentlichungen (Auswahl)

• Die Entwicklungsgeschichte der parlamentarischen Redefreiheit in Deutschland. Peter Lang, Bern u.a. 1991 (Rechtshistorische Reihe Band 95). Zugl. Tübinger historische Magisterarbeit 1987
• Argumentation in der Jurisprudenz. Zur Rezeption von analytischer Philosophie und kritischer Theorie in der Grundlagenforschung der Jurisprudenz. Duncker & Humbolt, Berlin 1991 (Schriften zur Rechtstheorie Heft 146). Zugl. Diss. phil. Tübingen 1990.
• Strafrechtliche Produzentenhaftung in der "Risikogesellschaft". Duncker & Humblot, Berlin 1993 (Strafrechtliche Abhandlungen, N.F. Band 78). Zugl. Diss. jur. Tübingen 1992.
• Fallsammlung zum Strafrecht. Allgemeiner und Besonderer Teil. C.H. Beck, München 1993 (JuS-Schriftenreihe Heft 117), 4. Aufl. 2003,
• Hans Albert zur Einführung. Junius-Verlag, Hamburg 1997.
• Wissenschaftlicher Humanismus. Texte zur Moral- und Rechtsphilosophie des frühen logischen Empirismus. Haufe Verlag, Freiburg 1998 (Haufe-Schriftenreihe zur juristischen Grundlagenforschung, Band 12)
• Tatsachenaussagen und Werturteile im Strafrecht. Entwickelt am Beispiel des Betrugs und der Beleidigung. Duncker & Humblot, Berlin 1998 (Schriften zum Strafrecht, Heft 116).
• Die Wertfreiheit in der Jurisprudenz. Konstanzer Begegnung: Dialog zwischen der Juristischen Fakultät der Universität Konstanz und Richtern des Bundesgerichtshofes (zusammen mit Lothar Kuhlen). C. F. Müller Verlag, Heidelberg 2000 (Schriftenreihe der Juristischen Studiengesellschaft Karlsruhe, Heft 242).
• dtv-Atlas Recht. Band 1: Grundlagen, Staatsrecht, Strafrecht, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2003. Band 2: Verwaltungsrecht, Zivilrecht, erscheint 2005
• Strafrecht und Kriminalität in Europa, (Hg.) zusammen mit F. Zieschang und K. Laubenthal, Nomos-Verlag, Baden-Baden 2003
• Informationsstrafrecht und Rechtsinformatik, (Hg.), Logos Verlag, Berlin 2004
• Eberhard Schmidhäuser, Vom Sinn der Strafe. Zweite, neu bearbeitete und erweiterte Auflage, neu herausgegeben und mit einer Einleitung versehen von Eric Hilgendorf, LOGOS Verlag, Berlin 2004.
• Festschrift für Ulrich Weber zum 70. Geburtstag 18. September 2004, Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 2004 (zusammen mit Bernd Heinrich, Wolfgang Mitsch und Detlev Sternberg-Lieben).